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Ratgeber-Blog

Neues und hilfreiche Tipps aus der innovativen Pflege

Was ist innovative Pflege? – Teil 2: Nachgefragt bei Dr. Ana Babac

Drei Wünsche für die innovative Pflege - von Dr. Ana Babac von der AOK Bayern

Was bedeutet innovative Pflege? Das haben wir unsere Fachforenleitungen bei der Eröffnungsveranstaltung der bayerischen Forschungsinitiative Pflegetechnik (FiPtec) Anfang Juli gefragt. Außerdem wollten wir wissen, was ihrer Meinung nach benötigt wird, um neue Technologien in den Pflegealltag zu integrieren und was sie sich für die Pflege der Zukunft wünschen würden.  

Im Gespräch mit Dr. Ana Babac

Dr. Ana Babac hat bei der AOK Bayern die Wissenschaftliche Leitung im Geschäftsbereich Pflege inne. Als Gesundheitsökonomin legt sie den Fokus auf den ökonomischen, aber auch persönlich erlebbaren Nutzen von Pflegeinnovationen und bringt dabei ihre Erfahrungen aus der Kassen-Perspektive ein.

Für das Kompetenzcluster innovative Pflege (KiPf) ist Dr. Ana Babac als Leitung im Fachforum Gesundheitsökonomie tätig. 

Fachforen im Kipf

Welche Fachforen es gibt und welche Aufgaben diese übernehmen, erfahren Sie auf unserer Fachforen-Seite. 

Was bedeutet innovative Pflege für Sie?

Babac: „Innovative Pflege bedeutet für mich, dass wir Pflege inzwischen einfach weiterdenken dürfen. Wir haben schon begonnen, Dinge wie präventive Ansätze und rehabilitative Ansätze zu integrieren. Weiterzudenken an dieser Stelle, das bedeutet für mich, Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten im Pflegekontext, aber eben auch Technologien so zu nutzen, dass wir Pflege auch grenzübergreifend nutzen können, beispielsweise durch Telesysteme. Und im Zentrum sollte immer der Mensch stehen, und die Care-Arbeit zu ermöglichen. Also dass wir Digitalisierung und neue Technologien dafür nutzen, dass hier noch mehr Freiräume geschaffen werden können."

Was ist nötig, um innovative Technologien von der Forschung in die Praxis zu bringen?

Babac: „Ich glaube das zentrale Thema hier ist, die Spreu vom Weizen zu trennen. Also wirklich herauszufiltern, was Technologien mit Mehrwert sind, und dann hierfür klare, einfache Prüfprozesse aus Kassensicht, oder eben Zulassungsprozesse für die Anbieter und für die Forschung aufzusetzen."  

Was erhoffen Sie sich vom KiPf?

Babac: „Ich erhoffe mir vom KiPf Win-Win-Situationen zu schaffen. Das heißt, dass wir ein gemeinsames Netzwerk spinnen, in dem gemeinsam Innovationen noch besser gemacht werden können."  

Innovative Pflege vernetzen

Wann und wo Sie das KiPf auf Veranstaltungen erleben und ins Gespräch kommen können, sehen Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie sich für die Pflege der Zukunft wünschen?

Babac: „Ich glaube das wichtigste Thema ist nochmal, dass Bewegung und Gesundheitsförderung auch im Alter noch präsenter werden und noch mehr in den Fokus rücken. Ganz optimistisch gesprochen, glückliche Pflegefachkräfte und Angehörige, die als wichtige Säule das Ganze stützen. Und dann im letzten Schritt, wenn es darauf ankommt, dass wir einfach Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen haben, die eine gute, qualitätsgesicherte und lebensqualitätgesicherte Pflege anbieten können."  

Das Interview im Video

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